Eine Untersuchung zu Ressourcen und Belastungen

2011 – 2017 Prof. Dr. Olivia Dibelius / Prof. Dr. Erika Feldhaus-Plumin / Prof. Dr. Gudrun Piechotta-Henze

Problemstellung

Demenziell erkrankten Migrantinnen und Migranten sind dem Dreifachrisiko Alter, Demenz und Migration ausgesetzt. Auch ihre pflegenden Angehörigen sind überdurchschnittlich belastet. Migrationsbedingte Hürden wie z.B. mangelnde Deutschkenntnisse verhindern häufig den Zugang zu den Regelleistungen des deutschen Gesundheitssystems. Damit sind sie häufiger von frühzeitiger Pflegebedürftigkeit, sozialer Isolation und Verarmung betroffen. Obwohl es zunehmend Beratungsstellen für demenziell erkrankte Menschen gibt, mangelt es an Angeboten für diese spezielle Personengruppe. Insofern muss nach wie vor die Versorgungslage dieser signifikant wachsenden Personengruppe als sehr prekär eingestuft werden. Bezeichnend ist ebenso, dass es keine repräsentativen Untersuchungen zu der Anzahl und Versorgungssituation von demenziell erkrankten Menschen mit Migrationshintergrund gibt.

2016 – 2017 Prof. Dr. Olivia Dibelius

Zu dem Team der Forschungsbegleitung unter der Leitung von Prof. Dr. Olivia Dibelius (EHB) gehörten die Koordinatorin Susanne Pohlmann und Ingo Gust von der Kontaktstelle PflegeEngagement Spandau, Prof. Dr. Erika Feldhaus-Plumin (EHB), Prof. Dr. Gudrun Piechotta-Henze (ASH), Mathias Düring (EHB) sowie Anne Blaffert (Masterstudentin ASH) und Nicole Strosche (Bachelorabsolventin EHB).

2014 - 2018 (Prof. Dr. Peter Sauer †)
In Kooperation mit Demenz Support Stuttgart gGmbH (DeSS) und der Alzheimer-Gesellschaft Minden-Lübbecke e. V.

Die beiden Kooperationspartner führten seit Beginn 2013 das Projekt „Was geht! Sport, Bewegung und Demenz“ (www.sport-bewegung-demenz.de) durch, das neben Eigenmitteln des DeSS aus Mitteln der Robert Bosch Stiftung, dem Bundesministerium für Senioren, Frauen und Jugend sowie der Erich und Liselotte Gradmann-Stiftung gefördert wurde. Es war bis zum 1. Quartal 2016 projektiert ist. Durch den Tod von Peter Sauer im Jahr 2016 verzögerte sich der Projektabschluss auf das Jahr 2018.

Das Projekt setzt an der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen an; Bewegung und Sport treiben und soziale Kontakte pflegen stehen im Mittelpunkt. Durch eine Kooperation mit Vereinen, allgemeinen Sportanbietern und Verbänden sollen diese für die sportlichen und Bewegungsbelange von Menschen mit Demenz sensibilisiert und geöffnet werden. Das Projekt baut auf zwei Ansätzen auf: Zum einen sollen durch einen Bottom-up-Ansatz bestehende Aktivitäten für Menschen mit Demenz ausgewertet und neue erprobt werden (Region Minden). Ein mehr Top-Down-Ansatz der Sensibilisierung von Sportverbänden, Vereinen und freien Sportanbietern wird in der Großregion Stuttgart ausprobiert.

01/2012 –  12/2018

Prof. Dr. Olivia Dibelius / Prof. Dr. Erika Feldhaus-Plumin / Dr. Barbara Weigl / Yve Weidlich / Stefan Schmidt

11/2012 - 04/2014

Prof. Dr. Olivia Dibelius / Dr. Barbara Weigl / Kathrin Heydenreich / Sibylle König

09/2012 bis 06/2015 (Prof. Dr. Peter Sauer (†)/ Margret Xyländer)

Sterbebegleitung im Spannungsfeld von Pflege und Kooperationsdiensten

Aufgabe

Ausgehend von der aktuellen Entwicklung vom Alten- zum Sterbeheim stellt sich die Frage, wie mit dieser neuen Herausforderung des Sterbens in stationären Pflegeeinrichtungen umgegangen wird.

Neueste Untersuchungen geben Anlass zu der Vermutung, dass das Sterben in Altenheimen weitgehend unorganisiert verläuft und die Sterbebegleitung erhebliche Defizite aufweist. Sterbebegleitung meint hier v.a. die Dimensionen menschlicher Zuwendung, d.h. die psychosozialen, psychologischen, spirituellen und auch organisatorischen Aspekte in der Begleitung Sterbender, die oftmals durch institutionelle Rahmenbedingungen vom Pflege- und Betreuungspersonal nicht geleistet werden können.

2006 / 2007

Prof. Dr. Peter Sauer † / Peter Wißmann

Veröffentlichung:
Neben dem Evaluierungsbericht wurden eine Reihe von Publikationen verfasst. Eine Zusammenfassung wesentlicher Ergebnisse aus ganz Deutschland findet sich in: Sauer, Peter; Wißmann, Peter: Niedrigschwellige Hilfen für Familien mit Demenz. Frankfurt 2007