8/2020 – 9/2021
Martina Stallmann, Mathias Schwabe

Kooperationsprojekt mit dem Fachverband Evangelische Jugendhilfen im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und der Paritätischen Akademie Berlin


Schule und Bildung sind für Kinder und Jugendliche wesentliche Bezugspunkte ihrer Entwicklung. Das vorliegende Projekt begibt sich auf die Spurensuche, wo und wie Bildung in der stationären Erziehungshilfe stattfindet und/oder diese - z.B. bezogen auf schulische Bildung oder berufliche Ausbildung - unterstützt wird. Mit einer Querschnittserhebung in Berliner Einrichtungen der stationären Erziehungshilfe soll zunächst eine Bestandsaufnahme zu besuchten Schulformen, bereits erreichten Schulabschlüssen und beruflicher Bildung erfolgen. Auch außerschulische Angebote, Unterstützung schulischer Bildung und Beteiligungsmöglichkeiten in den Einrichtungen werden erhoben. Die Umsetzung und Bewertungen der Homeschooling-Zeit während der corona-bedingten Schulschließungen nehmen ebenfalls einen wichtigen Teil der Erhebung ein.

Besonderheit ist: Das Projekt findet in Kooperation der beiden oben genannten großen Träger statt, so dass eine sehr breite Grundlage für die Untersuchung vorhanden ist.

Die quantitative Untersuchung ist Grundlage für zwei weitere Studien: Mit Hilfe von Aktenanalysen sollen schulische Bildungsverläufe in der Erziehungshilfe nachgezeichnet werden. Und eine weitere Befragung richtet sich an die Jugendliche direkt, um von ihnen Einschätzungen, wie zu ihrem Bildungsverlauf und zur Bedeutung, die ihren Bezugspersonen in der Erziehungshilfe zukommt, zu erhalten. Die beiden letzteren Studienteile sollen unter Beteiligung von Studierenden durchgeführt werden und sind somit in die Lehre des Studiengangs „Soziale Arbeit“ an der Evangelischen Hochschule Berlin eingebunden.
(September 2020)